Tagebuch des Wiederaufbaus
Nach dem Brand bei Lapport
Ursache für Feuer bei Lapport noch unklar
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Freitag, 27.05.2011
Am Freitagabend bemerkte unser Mitarbeiter Herr Konstantin Bauer gegen 20:50 Uhr vom Außenhof her starke Rauchentwicklung über dem Dach der Presserei. Beim Betreten des betroffenen Bereichs sah er über der Trockenkammer den Dachstuhl brennen und alarmierte sofort den Notruf. Die Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn traf schon nach zwei Minuten ein und begann unverzüglich mit dem Erstangriff. Im Laufe der Nacht rückten noch die Feuerwehren aus Hochspeyer, Landstuhl, Otterberg, Otterbach, Ramstein-Miesenbach, Winnweiler und der Verbandsgemeinde Eisenberg an. Weiter waren die Berufsfeuerwehr Kaiserslautern und Tanklöschfahrzeuge der US-Army im Einsatz.
An den Löscharbeiten waren insgesamt 100 Feuerwehrleute beteiligt, weitere 50 standen auf dem zur Verfügung gestellten Parkplatz des benachbarten Lidl-Marktes in Bereitschaft um bei einem Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile unverzüglich eingreifen zu können. Zur Brandbekämpfung wurden vier Drehleiter-Fahrzeuge und zeitweise über 20 Rohre mit Wasser und Schaum eingesetzt. Aufgrund des frühen Dacheinsturzes wurden keine Einsatzkräfte zu einem Löschangriff in das Gebäudeinnere geschickt. Um bei einem Ausbreiten des Brandes genügend Wasser zu Verfügung zu haben wurde eine ein Kilometer lange Schlauchleitung zum Alsenborner Freibad verlegt. Es wurden in der Nacht 450.000 Liter Wasser zum Löschen benötigt.
Die bereitstehende leitende Notarztgruppe Kaiserslautern, der Rettungsdienst sowie der Katastrophenschutz der Kreisverwaltung Kaiserslautern mussten in der Brandnacht nicht eingreifen. Es gab glücklicherweise keinen Personenschaden. Die Bevölkerung wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung von der Polizei über Rundfunk aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Erfreulicherweise wiesen die Luftmessungen der Feuerwehr und des Gewerbeaufsichtsamtes Kaiserslautern keine Anzeichen von umweltgefährdenden Schadstoffen auf.
Gegen Mitternacht war der Brand unter Kontrolle, einige gezielte Nachlöscharbeiten waren notwendig, die Brandsicherungswache rückte morgens gegen 6:00 Uhr ab. Die angrenzenden Gebäudeteile wurden dank dem großangelegten Einsatz der Feuerwehr und den kurz zuvor fertig gestellten Brandschutzwänden von Schäden verschont. Wir danken aufs herzlichste allen beteiligten Feuerwehren der Region, die durch ihr schnelles und koordiniertes Eingreifen einen größeren Schaden verhindert haben.
Ein besonderer Dank geht an Frau Eckerle vom benachbarten Lidl-Markt. Kurz entschlossen und auf eigene Verantwortung öffnete sie den Markt, backte Brötchen und versorgte die fast 200 Helfer vor Ort.
Schon in der Brandnacht nahm das Polizeipräsidium Kaiserlautern die Ermittlungen zur möglichen Brandursache auf und sperrte den vom Brand betroffenen Gebäudeteil für weitere Beweissicherungen.
Samstag, 28.05.2011
Am Samstagmorgen loderten einige verborgene Glutnester wieder auf und erforderten das erneute Eingreifen der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn sowie unseres Versandleiters und Mitglieds der Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn, Herrn Peter Sauer. Die Führung von Lapport und die gesamte Führungsebene von Effgen trafen sich bei Lapport in Enkenbach-Alsenborn und begannen mit der Planung für den Wiederaufbau. Wichtig waren das Feststellen des Schadensumfanges und daraus resultierend die Festlegung der Prioritäten für die zügige Wiederherstellung der Infrastruktur der nicht betroffenen Fertigungsbereiche.
Das vor wenigen Wochen neu erstellte Dach war in der Nacht über der Mischerei und der Presserei auf einer Fläche von 25m x 37m eingestürzt. Dank der spontanen Bereitstellung eines Notstromaggregates durch Herrn Walter Zimmer von der OIE AG, Idar-Oberstein, war die Teilversorgung mit Strom schnell wieder hergestellt, nachmittags waren die Verwaltung und der Versand wieder am Netz.
Unser EDV-Partner, Firma Friedrich Thomé aus Wachenheim, war am Morgen schon präsent und sicherte Unterstützung zu, glücklicherweise gab es im EDV-Bereich keine Schäden. Auch unser Architektenbüro Bill aus Idar-Oberstein, das schon seit einem Jahr die umfangreichen Renovierungsmaßnahmen bei Lapport begleitet, war vor Ort und sagte schnellste Bearbeitung der Pläne für den Wiederaufbau zu.
Sonntag, 29.05.2011
In der Nacht zum Sonntag führten noch glimmende Glutnester wieder zum Ausbruch kleiner Brände.
Bei Ausnahmesituationen wie dieser ist für uns die unmittelbare Information unserer Geschäftspartner von großer Bedeutung. Bereits vormittags wurde der erste Bericht auf unserer Homepage eingestellt; unser Außendienst erhielt eine umfangreiche Mail zur Information der Kunden, ebenso der VDS (Verband deutscher Schleifmittelwerke) zur Weiterleitung an die Mitglieder.
Bedingt durch die Beschlagnahmung der Brandstätte durch die Kriminalpolizei und der bestehenden Einsturzgefahr war auch heute kein Betreten der Presserei möglich.
Montag, 30.05.2011
Bei Arbeitsbeginn um 06:00 Uhr informierte die Geschäftsleitung die Mitarbeiter über die weitere Vorgehensweise und sagte die Fortführung des Unternehmens und den schnellen Wiederaufbau der Presserei zu. Im Rahmen der Gesamtrenovierung von Lapport war schon zuvor eine neue Trafostation installiert worden. Heute konnten die noch intakten Fertigungsbereiche an die neue Hauptverteilung angeschlossen werden. Ein Teil der Mischerei wird in das nicht betroffene Rohstofflager umgesetzt, ein Zelt 16m x 25m für das Umlagern der Rohstoffe wird auf dem Parkplatz aufgebaut.
Das benachbarte Bauunternehmen Müller stellte unverzüglich Personal, Fuhrpark, Material sowie Lagerfläche zur Verfügung. Gerne nahmen wir das Angebot von einem weiteren Nachbarn an, Herr Herbert Rief überließ uns Teile seiner Lagerhallen für das Fertigwarenlager. Auch diesen beiden Herren dankt die Geschäftsleitung.
Das Polizeipräsidium Kaiserslautern führte die Ermittlungen fort, unterstützend traf das Bundeskriminalamt zur Erstellung eines Gutachtens ein. Bei umfangreichen Gesprächen mit den Versicherungen wurden die weiteren Vorgehensweisen hinsichtlich Brandsanierung, Wiederaufbau und Betriebsunterbrechung erörtert. Es wurde ein externer Sicherheits- und Gesundheitskoordinator eingesetzt, eine Brandsanierungsfirma wurde sofort mit Reinigungs- und Aufräumarbeiten beauftragt.
Als hervorragend ist die Zusammenarbeit mit den Behörden zu bezeichnen, insbesondere danken wir Herrn Landrat Junker und seinen Abteilungen in der Kreisverwaltung für die schnelle Bearbeitung von Anträgen zur zeitnahen Durchführung der Sicherungs- und Wiederaufbaumaßnahmen. Schon am Vormittag erhielten wir die Genehmigung zur halbseitigen Sperrung der Rosenhofstraße und zur Aufstellung einer Ampelanlage. Auch Herr Wenzel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, sicherte uns schon in der Brandnacht jede machbare Form der Unterstützung zu.
Dienstag, 31.05.2011
Ein externer Koordinator für die Abwicklung von Brandschäden sowie eine Fachfirma für Brandsanierung nahmen ihre Tätigkeiten hier vor Ort auf, zurzeit sind 30 Personen mit Bausicherungsmaßnahmen und Aufräumarbeiten beschäftigt. Unsere Schlosser stellten die Versorgung mit Druckluft wieder her, unsere Elektriker schlossen die Nebengebäude mit an die neue Hauptverteilung an. Die Brandstätte wurde mit Holzwänden von den noch intakten Produktionsbereichen abgeschottet.
Zum Abtragen der verzogenen Dachbleche und der Reste der Tragwerkskonstruktion musste schnellstens ein „Long Front“ Bagger mit großer Ausladung und Greifer organisiert werden. Schon morgen kann die Firma Grathwohl aus Grünstadt eine entsprechende Maschine bereitstellen.
Eine architektonische Rarität, die Rundbogen-Tragwerkskonstruktion der Pressenhalle von 1928, wurde leider komplett zerstört. Vor dem Beseitigen der Dachreste kann aufgrund der Einsturzgefahr nicht mit den Aufräumarbeiten im Brandabschnitt begonnen werden, auch die Sicherung von den noch intakten Mischern und Pressen ist noch nicht möglich.
Mittwoch, 01.06.2011
Unser Architekt Büro Bill legte heute schon die Pläne für den Wiederaufbau vor, die Statiker begutachteten vor Ort die Schäden an den tragenden Baukörpern, der Bauantrag kann bereits nächste Woche eingereicht werden. Besonders hervorzuheben ist auch die Unterstützung durch unsere Lieferanten, die Partner für Lagersysteme, Waagen, Mischer und Pressen waren bereits alle vor Ort und boten Leih- oder Vorführgeräte bzw. bevorzugte Termine bei notwendigen Reparaturen an. Ein Rohstofflieferant sagte uns Sondertermine zu. Mitarbeiter der lokalen Gaswerke begannen mit der Instandsetzung der Gasversorgung
Nach Abschluss der heutigen Beweissicherung gab das Bundeskriminalamt einen großen Teil des Brandabschnitts frei, jetzt können auch dort die Aufräumarbeiten begonnen werden. Zurzeit ist noch keine Brandursache festgestellt worden, Brandstiftung ist jedoch schon jetzt auszuschließen.
Schon heute konnte Firma Korz aus Enkenbach-Alsenborn einen Bagger mit Greifer bereitstellen und straßenseitig mit dem Abtragen des Brandschutts beginnen.
Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung erhielten wir kurzfristig die Genehmigung für den Schwertransport eines „Long Front“ Baggers, dieser traf gegen 15:00 Uhr hier ein und fing sofort mit dem Abtragen der Dachbleche an.
Donnerstag, 02.06.2011
Mit der Sondergenehmigung konnten wir auch am heutigen Feiertag die Aufräumarbeiten fortsetzen. Uns war es wichtig, an die noch intakten Pressen, Mischer und Siebe heranzukommen um schnellstens mit Konservierungsmaßnahmen an den Pressenführungen und Pressformen zu beginnen. Noch funktionierende Maschinen wurden in dem leer geräumten Rohstofflager aufgebaut, gereinigt und in Betrieb genommen.
Nach dem Abtragen der Dachreste konnte der Brandabschnitt betreten werden, schnell bestätigte sich der erste Eindruck, dass die Ursache für den Brand im Dachbereich liegen musste. In Bodennähe waren die Kunststoffbehälter mit Mischungen unbeschädigt.
Bei den Mischern und Sieben waren im Sockelbereich keine Brandspuren an der Lackierung festzustellen, nur herabgestürzte Teile richteten kleinere Schäden an. Lediglich in der Umgebung von brennenden heruntergestürzten Dachbalken waren zum Teil nicht unerhebliche Brandschäden auszumachen.
Freitag, 03.06.2011
Das Bundeskriminalamt gab gegen 10:30 Uhr die Brandstätte endgültig frei, auf eine eindeutige Brandursache wollten sich die BKA-Mitarbeiter nicht festlegen, das von ihnen erstellte Gutachten wird an das Polizeipräsidium Kaiserlautern weitergeleitet. Das restliche Dach kann nun abgerissen und der Bereich um die noch intakte Trockenkammer gesäubert werden. Der erste Eindruck der Pressen war stark unterschiedlich, bei einigen kleineren Pressen waren nur geringe Schäden feststellbar, jedoch wurde bei Presse 1 und Presse 2 das gesamte Zubehör wie Einfüll,- Abzieh,- Wende- und Ablegevorrichtung zerstört.
Die Gasanstalt gibt nachmittags die Inbetriebnahme der Brennöfen 2 und 3 frei.
Samstag, 04.06.2011
Unermüdlich sind die Elektriker und Schlosser von Effgen und Lapport seit sieben Tagen im Einsatz. Auch Mitarbeiter aus der Fertigung setzen sich überdurchschnittlich bei der Beseitigung der Schäden ein. Bei den momentanen Temperaturen von bis zu 30°C stellt das Arbeiten mit Schutzhelm, Staubmaske und Schutzanzug eine besondere Erschwernis dar. Die Geschäftsleitung spricht an dieser Stelle allen beteiligten Mitarbeitern ausdrücklich ihren Dank für die außergewöhnliche Leistung aus.
Sonntag, 05.06.2011
Die Aufräumarbeiten konnten aufgrund der Sondergenehmigung auch heute fortgesetzt werden. Im Bereich der Presse 1 und Presse 2 bestätigte sich der erste Eindruck. Die hydraulische Anlage, der Schaltschrank und die Verkabelung dieser Pressen wurden total zerstört, die Maschinengestelle scheinen jedoch noch in Ordnung zu sein. Ob ein kompletter Neuaufbau technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist wird die Untersuchung der Pressen durch eine Fachfirma ergeben. Es steht jedoch jetzt schon fest, dass die Reparatur unserer 1000 Tonnen Presse mindestens 6-7 Monate dauern würde. Dankenswerterweise haben Mitwettbewerber von Lapport uns ihre Bereitschaft signalisiert auf ihren Pressen arbeiten zu dürfen. Die Einzelheiten werden nächste Woche geklärt.
Montag, 06.06.2011
Durch den Brand wurden auch angrenzende Räume stark mit Ruß belastet. Der Siloraum war hiervon besonders stark betroffen. In den nächsten Tagen wird auch hier eine komplette Sanierung durchgeführt werden. Erfreulicherweise waren hier keine Wasserschäden, auch die Rohstoffe in Papiersäcken blieben trocken.
Unsere Schlosser und Elektriker stellten die Betriebsbereitschaft in dem kleineren Pressenraum wieder her. Nach einer Überprüfung der elektrischen Funktion und Sicherheit gingen im Rohstofflager die intakten Mischer und Siebe in Betrieb.
Dienstag, 07.06.2011
In einem Gespräch mit Gebäudeversicherer, Architekt, Statiker und unserem Gebäudemanagement wurde die weitere Vorgehensweise abgesprochen. Die Brandschutzwände weisen starke Rissbildung auf und müssen neu errichtet werden. Der betroffene Gebäudeteil sowie das angrenzende Formen- und Rohstofflager werden ab Donnerstag mit einem zwei Meter höheren Zelt überbaut. Die notwendigen Abrissmaßnahmen können unverzüglich beginnen, der Bauantrag kann diese Woche gestellt werden. Die Zusage einer Stahlbaufirma, innerhalb von fünf Wochen das Stahlgerüst für die neue Halle zu errichten, liegt vor. Die Dachdeckerfirma Schultz aus Imsbach, welche hier seit März im Rahmen der kompletten Dachsanierung vor Ort tätig ist, wird im Anschluss sofort mit der Dacheindeckung beginnen. Die neuen Fenster können ebenfalls rechtzeitig geliefert werden.
Im kleineren Pressenraum wird wieder gearbeitet, hier können Schleifscheiben bis Durchmesser 450mm gefertigt werden. Um den Rückhang schnellstmöglich aufzuholen wird mit mehreren Pressen dank der Bereitschaft unser Mitarbeiter im Schichtbetrieb die Arbeit wieder aufgenommen. Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeitern für ihr Verständnis und Entgegenkommen hinsichtlich der geänderten Arbeitszeiten aufgrund von Produktionsengpässen sowie Produktionsverlagerungen.
Mittwoch, 08.06.2011
Heute waren unser Geschäftsführer und die Fertigungsleitung bei zwei Mitwettberbern um Einzelheiten der Außerhausfertigung abzuklären. Nächste Woche können unsere Mitarbeiter in einem dieser Unternehmen mit der externen Produktion beginnen.
In einer von Nachbar Herbert Rief zur Verfügung gestellten Halle wurde eine Reinigungsstraße zur nasschemischen und ultraschallgestützten Säuberung, Neutralisierung und Konservierung von Werkzeugen, Vorrichtungen und Pressformen eingerichtet.
Donnerstag, 09.06.2011
In der nun vom Brandschutt gereinigten Pressenhalle begann der Abbau von Zubehör an den Pressen. Die noch funktionsfähigen kleineren Pressen wurden ebenfalls abgebaut und nach einer Überholung der Hydraulik und der Steuerung im geräumten Rohstofflager wieder installiert. Auch auf diesen Pressen kann nächste Woche die Produktion wieder aufgenommen werden.
Freitag, 10.06.2011
Um 8:30 Uhr wurde Herrn Verbandsbürgermeister Wenzel der Bauantrag für den Wiederaufbau übergeben.
Es wurde uns eine zügige Bearbeitung zugesagt.
Es wurde mit der Überhausung des Brandabschnittes begonnen. Zuerst wurden die Gerüste an den beiden Längswänden aufgebaut. Nach Pfingsten wird das freitragende Dach zwei Meter über Altdachniveau mit transparenter Eindeckung über eine Breite von 30m und eine Länge von 43m mit Kranunterstützung errichtet.
Samstag, 11.06.2011
Weitere Mischer und Siebe wurden in dem Rohstofflager aufgebaut, Mischungen für die interne und externe Produktion können nun in ausreichender Menge hergestellt werden.
Sonntag, 12.06.2011
Auch am heutigen Sonntag setzten die Mitarbeiter der Brandsanierungsfirma mit Unterstützung einiger unserer Mitarbeiter die Reinigungs- und Konservierungsarbeiten an den Pressformen fort.
Montag, 13.06.2011
Dankenswerterweise war am heutigen Pfingstmontag auch ein Mitarbeiter des Pressenbauers vor Ort um an der Presse 3 die notwendigen Arbeiten an der defekten Steuerung fortzusetzen. Ebenso produzierten Mitarbeiter von uns Mischungen für die morgen anlaufende externe Produktion.
Dienstag, 14.06.2011
Heute fuhren zum ersten Mal fünf Mitarbeiter mit fertigen Mischungen zu einem hilfsbereiten Mitwettbewerber, der uns erlaubte, auf seinen Pressen unsere Mischungen von unseren Mitarbeitern zu verarbeiten. Ab morgen werden unsere Mischungen bei einem zweiten Mitwettbewerber verarbeitet. Wir danken unseren Partnern für diese wohl einmalige Hilfsbereitschaft.
Bei der Verbandsgemeindeverwaltung Enkenbach-Alsenborn fragten wir den Bearbeitungsstand unseres Bauantrages nach. Erfreulicherweise wurde uns mitgeteilt, dass der Antrag schon durch die entsprechenden Abteilungen durch war und sich schon mittels Boten auf dem Weg zur Kreisverwaltung Kaiserslautern befand. Wir danken Herrn Verbandsbürgermeister Wenzel und seinen Abteilungen in der Verbandsgemeindeverwaltung für die äußerst schnelle Bearbeitung und Weiterleitung. Die hervorragende Zusammenarbeit mit den Verwaltungen der Gemeinde und des Landkreises ist in jeder Hinsicht als außergewöhnlich zu bezeichnen.
Mit dem Aufbau der freitragenden Dachkonstruktion wurde begonnen. Das Dach wird voraussichtlich am Donnerstag fertig gestellt sein.
Mittwoch, 15.06.2011
Mit unserem Architekten wurde die Angebote der am Wiederaufbau beteiligten Firmen besprochen und die Aufträge der einzelnen Gewerke wie Stahlbau, Maurerarbeiten, Dachdecker, Fensterbau, Bodenbeschichtung sowie Schlosserarbeiten vergeben.
Die großen Pressen werden bis auf das Grundgestell zurückgebaut und nächste Woche mit einem Tieflader zu einem Pressenbauer gebracht.
Donnerstag, 16.06.2011
Seit heute morgen ist die Presse 3 wieder in Betrieb. Weitere Pressen werden folgen. Die Überdachung der Brandstätte wird morgen fertiggestellt. Nun können ab nächster Woche die Maschinenreparaturen und die Bauarbeiten witterungsunabhängig ihre Arbeiten fortsetzen.
Freitag, 17.06.2011
Mit dem Abbruch der Seitenwände über der Erdgeschossdecke wurde begonnen. Nächste Woche wird das Bauunternehmen mit dem Wiederaufbau der neuen Wände beginnen.
Vor drei Wochen hat der Brand unsere umfangreichen Renovierungsmaßnahmen jäh unterbrochen. Zusammenfassend stellt sich die Situation wie folgt dar:
- Die Instandsetzung der großen Pressen wird voraussichtlich bis Januar 2012 dauern.
- Zurzeit können wir bis Durchmesser 450mm im Haus pressen.
- Schleifscheiben mit größerem Durchmesser werden extern gepresst.
- Die Funktion der Bereiche Wiegen, Mischen und Sieben ist wieder hergestellt.
- Nach Lieferung der neuen Presse im August können wir wieder bis Durchmesser 620mm pressen.
- Die neue Halle wird in sechs Wochen fertiggestellt sein.
Wir danken
- Unseren Kunden für ihr Verständnis und hoffen auf weitere Treue zu unserem Haus
- Unserer Belgschaft für ihren Einsatz und das Entgegenkommen hinsichtlich der Arbeitszeiten
- Unseren Mitwettbewerbern für ihre Bereitschaft ihre Pressen nutzen zu dürfen
- Unseren Lieferanten für die schnellen Reparaturen an Maschinen und Anlagen
- Herrn Landrat Junker und seinen Abteilungen in der Kreisverwaltung
- Herrn Verbandsbürgermeister Wenzel und seinen Abteilungen in der Verbandsgemeindeverwaltung
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